Motorrad-Club-Marksburg e.V. Braubach

Tagebuch der Tour vom 28.05. - 06.06.2010 nach Kötschach

Tag 1, 29.05.2010

Nach einer feuchtfröhlichen Nacht im Autoreisezug nach Villach war nach dem Entladen der Motorräder erst mal Stopp bei einer freundlichen Motorradwerkstatt in Villach angesagt. Beim Christoph seinem Motorrad hat sich wohl die Kopfdichtung verabschiedet. Nach stundenlangem warten und  mehreren Reperaturversuchen ging es endlich weiter zu unserem Hotel. Nach dem Einchecken und einem kurzem Snack wollten wir noch eine kurze Bergtour starten. Doch leider kam uns der Regen in die quere. Also zurück ins Hotel und den Kummer im Alkohol ertränken.... Endlich ging es dann zum Abendessen, denn der Hunger war mitlerweile groß. Lecker lecker kann ich  nur sagen, und das Bier schmeckt auch:-))). Zu späterer Stunde ging es dann noch zur Dorfjugend aufs Maifest. Doch mitlerweile wurde es ziemlich kalt, also zurück ins Hotel und den Abend langsam ausklingen lassen....

Tag 2, 30.05.2010

Beim Frühstück durch starkem Regen geschockt, machten wir erstmal eine Dorfbesichtigung. Naja, bischen öde war das schon.... Da es aber leider mit dem Regen nicht aufhören wollte ging es erst mal zum Kaffee ins Hotel. Doch siehe da, auf einmal ging die Sonne auf. Also ab in die Kombis und los ging es. Nach einer kurzen Tour zum Weissensee wurde es leider wieder schwarz, also wieder zurück bevor die ganz große Dusche kommt... Aber puhhh Glück gehabt, wir waren vor dem Regen zurück. Leider hat es sich mitlerweile bestätigt, bei Christophs Maschine hat sich die Kopfdichtung oder der Kopf verabschiedet :-(( Aber zum Glück kann er ja bei unserem SLK Fahrer als Beifahrer mitfahren. So jetzt bereiten wir uns auf Abendessen vor, lecker Schweinehaxse gibt es. Und dann natürlich noch etwas leckeres kühles Blondes... hihihi.....

Tag 3, 31.05.2010

Ein neuer Tag beginnt und wir wurden durch einen stürmischen Regenschauer geweckt:-((, der sich aber bis zum Frühstück, wo es leckeres Rührei mit Speck gab, verzogen hatte. Und da wir alle unser Frühstück aufgegessen hatten, hatte der Sonnengott ein einsehen mit uns und es gab herrlichsten Sonnenschein:-)). Also die Moppeds satteln und ab ging es. Der Weg führte uns über zahlreiche Pässe, wo ich mir leider die Namen nicht alle behalten konnte, bis auf über 1700m Italienische Höhe. Dort gab es zwar leckeren Cappuccino, sisisi, aber es war auch schweinekalt....brrrr.... Aber unsere Fahrlaune wurde dadurch nicht im geringsten beeinträchtigt. Und so kamen wir dann nach knapp 300km und über 7Stunden später wieder im Hotel an. Ein kurzes Bierchen an der Theke und schwups war es wieder Essenszeit. Also fertigmachen und ab zum Essen.....

Tag 4, 01.06.2010
Siehe da, es geht doch. Heute sind wir durch wärmende Sonnenstrahlen geweckt worden. Nach dem Frühstück sattelten wir die Motorräder und fuhren nach Spittal, wo wir die BMW vom Carlos aus der Werkstatt abholten und Christoph sich eine Ducati ausleihte. Dann ging es endlich weiter in die Berge. Heute stand eine drei Ländertour auf dem Plan. Von Österreich über Italien nach Slowenien. Auch diesmal knackten wir wieder die 1700m Höhenmarke und ereichten eine Tourlänge von knapp 350km. In Slowenien hatten wir dann die Highlights des Tages. Auf einer Umleitungsstrecke über den Sella Nevea die gerade mal eine Autobreite hatte, verloren wir unseren SLK Fahrer. Er musste nach 4km den Rückwärtsgang einlegen und den Weg zurück antreten…hihihi…. Aber der Tagespreis ging heute an die Präsidenten-Kawa. Die Newsletter in Slowenien würde wohl lauten: Drama in den Slowenischen Bergen. Präsidenten-Kawa blieb ohne Benzin liegen. Präsident musste sein Motorrad die letzten Meter zur Tankstelle schieben….:-))) hihihi…… Aber alles ging gut zu Ende, und wir kamen pünktlich zum Abendessen wieder im Hotel an. Ach ja heute gab es superleckeren Zwiebelrostbraten….

Tag 5, 02.06.2010
Dem Wetterbericht nach wird das Wetter hier immer schlechter. Aber wir haben auch heute Glück. Nach dem Frühstück, das heute einige verschlafen hatten, ging es um 10Uhr morgens dann los. Wir fuhren durch das Lesachtal, über das Höhlensteintal nach Cortina d´Ampezzo. Von dort ging es über die Große Dolomitenstraße und über den Pass di Giau. Hier gab es eine kurze Rast mit leckerem Cappuccino aber leider keine Pizza… Und jetzt ging es zum Highlight des Tages. Der Pass Pordoi. Wir hatten schon so viele Erzählungen von unserem Joe und Rolf gehört, jetzt musste er bezwungen werden. Und wir müssen sagen, einfach nur geilllll. Ein Gruß von hier an Joe und Rolf. Dann ging es auch schon wieder Richtung Heimat. Was nach über 330km und 8 Stunden Fahrerei auch Zeit wurde. Der höchste Punkt war heute bei über 2200m und knapp 0°C eindeutig zu kalt, brrrrrr….
Nach dem leckeren Abendessen, es gab Rindergulasch mit Spätzle, war noch etwas Sport angesagt. Wir kegelten eine Runde in einem benachbarten Hotel. Leider war die Bahn nicht so das wahre, aber den Spaß haben wir uns trotzdem nicht verderben lassen…

Tag 6, 03.06.2010
Und wieder wurden wir von Sonnenstrahlen geweckt. Der Sonnengott hat wirklich ein Herz mit uns. Aber heute hatten wir die ersten körperlichen Ausfälle. Ein Teil von uns fuhren nur zur knapp 30km entfernten Eggeralm um ein sich ein bisschen zu erholen. Dort holte sich unser SLK Fahrer sein Österreichandenken. Klaus wollte seinen Arbeitskollegen besuchen, und der Rest machte sich wie immer auf in die Berge. Ab über den Plöckenpass nach Italien. Doch schon kurz nach Tolmezzo ereilte uns die nächste Panne. Bei der Goldenen Kuh vom Berthold zerlegte sich der Kupplungszug in seine Einzellteile. Zum Glück hatten wir in Tollmezzo eine kleine Werkstatt gesehen die aber bei unserer Ankunft Mittagspause hatte. Dadurch kamen wir dann zu unseren lang ersehnten Italienischen Pizza… Lecker… Nach der leckeren Zwangspause ging es dann weiter Richtung der Schinkenstadt St.Daniela über eine Herrliche Strecke wo auch manchmal Bergrennen stattfinden. Leider verzweilfete bei der Rücktour unser heutiger Routekapitän an den Italienischen Städtenamen, oder war es doch das Kartenmaterial???? Aber trotz allem fanden wir wieder zum Hotel zurück, wo wir heute leckeren Hirschbraten serviert bekommen haben.

Tag 7, 04.06.2010
Heute weckte uns strahlender Sonnenschein, also raus aus dem Bettchen und ran an den Frühstückstisch. Auch heute fuhren wir wieder zweigeteilt. Uwe und Uwe machten einen Stadt-und Einkaufsbummel in Tolmezzo. Wir anderen warteten noch kurz auf den Lothar, der sich noch einen neuen Hinterreifen aufziehen lassen hatten, und dann ging es ab. Auf mehrfachen Wunsch hin machten wir noch mal die 3 Ländertour durch Österreich, Italien und Slowenien. Über den Nassfeldpass ging es Richtung Slowenien ins Soca-Tal. Eine wirklich geile Strecke zur Passhöhe mit 50 Kehren, nur die Abfahrt ist ein bisschen haarig. Jede 180 Grad Kehre ist hier mit Kopfsteinpflaster gepflastert. Nicht schön… Aber die letzten paar Kilometer machen das mit feinstem Asphalt wieder wett. Und die Landschaft… einfach geillllllll. Noch ein Highlight von unserem Präsident, selber Pass selber Ort selbe Stelle 100m weiter und die Präsidentenkawa wäre wieder geschoben worden..hihihi… Auf dem Rückweg fuhren wir über Spittal die Ducati vom Christoph zurückbringen. Schade er hatte sich super an die Duc gewöhnt…
Vielleicht haben wir ja demnächst ja eine Duc bei uns im Club…
Endlich im Hotel ging es erst mal auf die Sonneterrasse ein leckeres kühles Blondes schlürfen. Dann war wieder Abendessenszeit, heute mit leckerem Filetspieß und Pommes. Den letzten Abend ließen wir dann auf der Terrasse langsam ausklingen….

Tag 8, 05.06.2010 Abreisetag
Kaiserwetter weckte uns am Abreisetag. Nach dem Frühstück war also erst mal packen angesagt. Auch heute gab es wieder zwei Gruppen. Die einen die im Hotel bleiben wollten, die in der Sonne noch braten wollten und auf die Abreise warteten. Und die anderen, vier Stück an der Zahl, Kehrenjunkies, die immer noch nicht genug von den Bergen, Pässen und Schluchten hatten. Die sich aufmachten noch eine kleine Bergrunde zu drehen. Doch es waren auch diesmal wieder 230km die zurückgelegt wurden. Es ging über den Plöckenpass, bis auf den 1750m hohen Sella Monte Zoncolan, ein Wahnsinns Skigebiet wo auch der Giro d´Italia rauf fuhr, über den Pass Mauria wieder über den Plöckenpass zurück ins Hotel. Dann wurden unsere Motorräder bepackt und ab ging es den anderen hinterher nach Villach zum Bahnhof. Um 21Uhr ging die Fahrt dann Richtung Heimat los, wo wir dann am nächsten Morgen gegen 7Uhr ankamen. Geliebte Heimat Du hast uns wieder…..
So das waren schon wieder 7 Tage Clubtour in Kötschach, Kärnten. Gefahren sind wir diesmal ca. 2300km, unzählige Pässe und noch mehr 180° Kehren.
Leider hatten wir diese Tour mehrere Pannen usw. zu verzeichnen.
Christoph Zylinderkopfdichtung defekt
Berthold Kupplungszug gerissen
Uwe keine Kupplungflüssigkeit mehr
Lothar neuer Hinterreifen
Präsidentenkawa ohne Benzin liegen geblieben…hihihi
Matz sein SLK beschädigt
Und noch mehrere abgefahrene Reifen
Aber wir sind alle wieder heile angekommen und freuen uns auf die nächste Clubtour.
Ein Dank noch mal an unser Hotel Engl in Kötschach für die nette Unterkunft und das leckere Essen.